Zahnimplantat

Ist ein Zahn extrahiert worden, stellt sich meist die Frage nach einem geeigneten Zahnersatz. Der Zahnersatz kann, je nach Lage der Zahnlücke, eine Brücke, ein Zahnersatz mit Anhang oder ein Implantat sein. Für ein Implantat müssen, im Gegensatz zu Brücke und Zahnersatz mit Anhang, kein gesundes Zahnmaterial der Nachbarzähne abgeschliffen werden. Das Implantat muss allerdings chirurgisch gesetzt werden. Es ist ratsam, einen erfahrenen Kieferchirurgen vor dem Eingriff zurate zu ziehen. Der Kieferchirurg kann auch hinsichtlich verschiedener Implantatmodelle und -techniken beraten.

Haltbarkeit des Zahnimplantats

Wie haltbar ein Zahnimplantat ist, hängt beispielsweise von Kieferzustand, Mundhygiene und Implantatsitz ab. Sind die Voraussetzung gut, kann ein Zahnimplantat zwischen 10 und 15 Jahren halten. Eine professionelle Nachsorge durch den Zahnarzt sowie eine gute Mundhygiene tragen ebenfalls zu einer guten Haltbarkeit bei. Es ist wichtig, dass der Patient den Zahnersatz frei von Entzündungen hält und zudem nicht überlastet. Der Patient sollte sich beim Zahnarzt über geeignete Hygienemaßnahmen informieren und regelmäßig die Zähnen putzen. Eine professionelle Zahnreinigung, die regelmäßig durchgeführt wird, kann ebenfalls zu den Maßnahmen gehören, die der Zahnarzt empfiehlt.

Neben den Hygienemaßnahmen und der professionellen, zahnärztlichen Nachsorge, ist auch der Zustand des Kieferknochens entscheidend. Degeneriert der Kieferknochen schnell, also baut er sich schnell ab, ist auch das Zahnimplantat betroffen. Bei fortschreitender Knochendegeneration kann es wackeln und muss letztendlich wieder entnommen werden. Ein gesundes Zahnfleisch ist ein weiterer Faktor für die Haltbarkeit des Zahnimplantats. Bei Gingivitis oder Parodontitis kann es ebenfalls zu negativen Auswirkungen auf die Haltbarkeit des Implantates kommen.

Ober- und Unterkiefer

Der Unterkiefer weist in der Regel eine bessere Knochenstabilität auf, was auch die Haltbarkeit des Implantats positiv beeinflusst. In der Regel halten Implantate im Unterkiefer länger als Implantate im Oberkiefer. Der Kieferchirurg entscheidet vor einem Eingriff, ob überhaupt ein Implantat bei einem Patienten gesetzt werden kann. Stimmen die Voraussetzungen nicht, sollte eher auf eine Brücke zurückgegriffen oder eine andere Alternative gewählt werden. Ein Kieferchirurg bzw. ein professioneller Implantationsmediziner sieht sich auch die anatomischen Gegebenheiten des Kiefers und des Zahnapparates an. Der Arzt entscheidet, ob genügend Kieferknochen zur Setzung eines Implantates vorhanden ist. Des Weiteren schaut er sich an, ob wesentliche Nerven vom Implantat weit genug wegliegen würden. Er achtet auch auf Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes mellitus, die Zahnfleisch oder Kieferknochen betreffen können.

Wer ein Implantat in Betracht zieht, der sollte also unbedingt zu einem Spezialisten gehen, der die Lage genau einschätzen kann. Der professionelle Implantationsmediziner wägt die Risiken ab und kann empfehlen, ob ein Implantat sinnvoll ist oder nicht. Bei guter Mundhygiene und guten anatomischen sowie allgemeinmedizinischen Voraussetzungen, kann ein Implantat sinnvoll sein. Der Patient sollte sich über verschiedene Möglichkeiten für Zahnersatz vom Zahnarzt und Implatationsspezialisten beraten lassen.

 

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