Das Cotard-Syndrom oder das Gefühl nicht zu Leben

Die betroffenen Menschen fühlen sich wie Zombies und sehen sich in einem Albtraum gefangen. Eigentlich fühlen sich die Betroffenen schon tot und der Körper ist am Verwesen. Allerdings ist das Cotard Syndrom noch lange nicht enträtselt und die Ursache der Erkrankung weitgehend unerkannt.

Wenn ein Mensch sterben will

Menschen die unter diesem Syndrom leiden sind anders als die Zombies aus den Filmen. Sie wollen einfach nur sterben, ohne dabei andere Menschen zu bedrohen. Eigentlich leben die Betroffenen in einer Art Zwischenwelt und fühlen sich wie Untote und häufig ziehen sich diese Personen völlig in sich zurück. Häufig kommt dieses Syndrom bei Schizophrenie auf, allerdings kann es auch eine eher seltene Nebenwirkung von einem Medikament für Herpes sein. Natürlich sind die Filme wo sich Zombies aus ihren Gräbern erheben und Menschen jagen, mehr als nur gruselig. Doch alleine die Vorstellung, dass es eine Erkrankung gibt, wo sich die betroffenen Personen wie Untote fühlen, bzw. überzeugt sind, der Körper würde sich auflösen. Das ist dann doch noch eine Steigerung zu diesen Horrorfilmen. So wird dieses Syndrom derzeit nicht als eigenständige Erkrankung angesehen, vielmehr kann eine andere psychische Erkrankung vorliegen oder eine Begleiterscheinung von dieser sein. Näher definiert, handelt es sich ein eine schwerwiegende Erkrankung es Gehirns, genauso wie eine körperliche Erkrankung vorliegen kann. Von daher handelt e sich um ein sogenanntes psychopathologisches Syndrom, wobei die Betroffenen, eine Wahnvorstellung erleben und einem erheblichen Leidensdruck ausgesetzt sind. Erstmals wurde das Syndrom im Jahr 1882 von dem Psychiater Jules Cotard als nihilistischer Wahn näher beschrieben.

Cotard-Syndrom die Symptome

Hier gibt es jede Menge von Wahnvorstellungen, denn die Betroffenen sind von so einigem überzeugt. Dazu gehören dann, dass ihre Organe wie Magen, Gehirn und der Darm verloren wurde, das ihr Kräfte, der Verstand und ihre Gefühle nicht mehr vorhanden sind. Hier leben die Patienten in der Vorstellung, schon tot zu sein, womit diese dann einfach nicht mehr existieren. So leugnen Menschen mit einem ausgeprägten Cotard Syndrom auch die eigene Existenz und oftmals auch die gesamte Welt. Zusätzlich sind diese Patienten überzeugt, nur noch zum Schein zu existieren. Die Ursachen können hier immer nur Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen auftreten. Häufig kann dies bei schweren Depressionen sein. Bipolaren Störungen, Persönlichkeitsstörungen und Hirntumoren können ebenfalls ein Auslöser sein. Allerdings die genaue Ursache ist wie bei so vielen psychiatrischen Erkrankungen noch nicht vollkommen geklärt. So wurde bei einigen der Betroffenen ein verminderter Stoffwechsel im Gehirn festgestellt werden, der doch sehr auffällig war. Wenn die Erkrankung bei einer Schizophrenie auftreten, ist dies fast immer nur von kurzer Dauer. Dies sieht wiederum bei einer Depression anders aus, denn auch hier kann dieses Syndrom als Begleiterscheinung auftreten. Hier ist das Syndrom sehr resistent und kann sogar chronisch werden. So kann es je nach der Grunderkrankung zu folgenden Beschwerden kommen. Dazu gehören depressive Verstimmungen, Angst, krankhafte Unruhe, Halluzinationen oder sogar paranoide Ideen. Ebenso kann es zu Verzweiflung, Erregtheit und herabgesetzte Schmerzempfindungen kommen. Das Schlimme an der Erkrankung ist, dass die Betroffen sogar an Selbstmord denken. Daher sollte eine Therapie auch abhängig von der Grunderkrankung durchgeführt werden. So kann eine Elektrokrampftherapie helfen. Genauso haben sich Neuroleptika als sehr hilfreich erwiesen. Sollte ein Patient unter Schizophrenie leiden, hilft normalerweise ein antipsychotisches Medikament.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.