Pollenallergie

Die Pollenallergie ist eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Gräsern beziehungsweise Blütenstaub. Pollen gelten als Fortpflanzungszellen der Samenpflanzen, welche das Gewächs freigesetzt und mithilfe des Winds oder Insekts auf weitere Pflanzen übertragen werden. Sie fliegen bei günstigen Wetterbedingungen maximal 400 Kilometer weit. Dabei sind blühende und stark duftende Blumen für Allergiker nicht so relevant. Denn deren Pollen werden durch die Insekten übertragen. Diese sind recht schwer und schweben keineswegs in der Luft, sondern fallen auf den Boden.

Symptome

Bei einer Pollenallergie treten die Symptome schon nach einigen Minuten auf. Diese Allergie ist saisonal bedingt. Demnach zeigen sich die Symptome während der Blütezeit. Typische Beschwerden sind juckende, tränende Augen, eine verstopfte Nase, Schnupfen, Atemnot, Hautekzeme, Kopfschmerzen, Erschöpfung und grippeartige Symptome. Gelangt die Krankheit von den oberen Atemwegen in die unteren, kann dabei allergisches Asthma hervorgerufen werden. Selbst Nahrungsmittelallergien können vorkommen, wenn man unter einer Pollenallergie leidet. Man bezeichnet das als polleninduzierte Nahrungsmittelallergie. Birkenpollenallergiker vertragen keine rohen Äpfel, weil dieses Obst und die Birkenpollen eine vergleichbare biochemische Struktur aufweisen. Die beiden Substanzen werden vom Immunsystem als ähnlich angesehen und auf dieselbe Weise bekämpft. Hier sollte man also vorsichtig sein.

Auf Pollenallergie testen lasen

Besteht der Verdacht auf Pollenallergie, sollte man gleich einen Arzt aufsuchen. Er führt zunächst eine Anamnese durch. Dabei fragt er ausführlich über die auftretenden Symptome. Wenn diese jährlich um dieselbe Zeit vorkommen, das Wohlbefinden sich zwischen acht und zwölf Uhr und bei windigem Wetter verschlechtert, die Sehorgane jucken und man sich an regnerischen Tagen besser fühlt, liegt die Annahme einer Pollenallergie nahe. Danach werden einer oder mehrere der folgenden Tests vorgenommen:
– Pricktest: Bei diesem Standardtest, welcher ab dem zweiten Geburtstag des Patienten durchführbar ist, werden Allergene durch Stechen, Reiben, Spritzen oder Ritzen in die entsprechende Hautschicht injiziert. Nach einer halben Stunde ist es möglich, an der Hautreaktion abzulesen, ob eine Sensibilität gegenüber dem jeweiligen Stoff besteht.
– Blutuntersuchung: Bei diesem Testvorgang weist man Antikörper gegen gewisse Schadstoffe im Blut nach. Es wird ein bisschen Blut abgenommen, was auf die Inhaltsstoffe untersucht wird. Schon ab dem Säuglingsalter kann man einen Bluttest durchführen.

Behandlung
Die Behandlung der Pollenallergie kann durch die Allergenkarenz, Arzneimittel oder Allergieimpfung erfolgen.

Allergenkarenz
Am besten ist es, wenn man Allergenen nach Möglichkeit aus dem Weg geht. Das wird als Allergenkarenz bezeichnet. Jedoch ist das praktisch unmöglich, weil die Pollen in der Umgebung besonders weite Entfernungen zurücklegen und damit überall herumfliegen. Während der Blütezeit kann man sich daher überlegen, eine Reise auf eine Insel, an die Küstenregionen oder ins Hochgebirge zu unternehmen.

Arzneimittel
Wenn man unter dieser Allergie leidet, kann man sie medikamentös behandeln lassen. Hierzu gibt es Medikamente wie antiallergische Augentropfen und Antihistaminika. Diese blockieren die Wirksamkeit von Histamin und somit den nervigen Juckreiz. Durch Kortison wird im Körper die Entzündungsreaktion gelindert. Wird es lediglich kurzfristig örtlich angewendet, braucht man heutzutage im Normalfall keine Nebenwirkungen erwarten. Allerdings lindern diese Arzneimittel die Beschwerden nur kurzfristig. Die Pollenallergie bleibt bestehen. Der Verlauf der Erkrankung wird keineswegs nachhaltig beeinflusst.

Allergieimpfung
Eine weitere Variante für sehr schwere Fälle ist die Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt. Dabei werden nicht nur die Symptome der Allergie, sondern auch deren Ursache bekämpft. Bei dieser Therapie verabreicht man für drei Jahre das Allergen in Tropfenform oder spritzt es unter die Haut. Zu Beginn jede Woche, dann lediglich noch monatlich. Dadurch entsteht für den Körper ein Gewöhnungseffekt und in vielen Fällen verschwinden die allergischen Symptome. Diese Vorgehensweise gilt als sehr erfolgversprechend. Die Immuntherapie wird ab dem fünften Lebensjahr empfohlen. Jedoch sollte man in der dreijährigen Behandlungszeit keinerlei antiallergische Arzneimittel einnehmen.

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